Wie viele Gesellschaften, die ums nackte Überleben kämpfen, haben die Garou ein striktes Rangsystem. Bei den Garou, legt der Rang den Status fest und zeigt, wie viel Respekt der Charakter verdient. Wenn der Rang eines Garous steigt, beweist er seiner Septe und seinem Stamm, dass er für den Kampf gegen den Wyrm brennt und vertrauenswürdig ist. Mit jedem neuen Rang enthüllt man ihm weitere Geheimnisse des Stammes, aber auch die Anforderungen seitens anderer Werwölfe steigen.
Charaktere beginnen auf Rang 1 und erhöhen ihn, indem sie Ruf erwerben. Der Erwerb von Ruhm wird auf S. 249 ausführlich behandelt.
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Vorteile des Rangs
Es hat bei den Garou viele Vorteile, einen hohen Rang zu haben.
- Gaben: wenn ein Garou einen neuen Rang erreicht, kann er Geister bitten, ihn neue, mächtigere Gaben zu lehren. Um eine neue Gabe zu erlernen, muss der Charakter jedoch nicht nur die erforderlichen Erfahrungspunkte besitzen, sondern auch einen Rang innehaben, der der Stufe der Gabe entspricht. Ein Garou kann sich das Wohlwollen der Geister und seiner Gefährten nicht mit Erfahrungspunkten erkaufen. Die wertvollsten Gaben sind daher den Werwölfen vorbehalten, die Ruhm, Ehre und Weisheit bewiesen haben.
- Rechte: Die Litanei besagt, dass Niedrigrangige sich Höherrangigen beugen müssen. Wenn ein Garou im Rang aufsteigt, er hätte den Vorteil, dass jüngere und niedrigrangige Garou sich ihm beugen. Ist ein Charakter bis zu Rang 3 + fortgeschritten, so hat die gesamte Gesellschaft der Garou von ihm gehört. Doch der Rang bringt Verpflichtungen mit sich, denn von höherrangigen Garou erwartet man, dass sie die, die unter ihnen stehen, führen und umsorgen, Caerns vor Angriffen schützen und an Questen teilnehmen, um der Septe und dem Stamm zu helfen – wie es die Litanei verlangt.
- Herausforderungen: Die Rechtmäßigkeit von Herausforderungen bestimmt ebenfalls der Rang. Ein Werwolf kann jeden herausfordern, der nur einen Rang über ihm steht; ein Garou auf Rang 1 kann daher einen auf Rang 2 herausfordern, aber keinen, der Rang 3+ innehat.
- Selbstbeherrschung: Hochrangige Charaktere haben sich dermaßen unter Kontrolle und sind so verwurzelt in der Gesellschaftsstruktur der Garous, dass sie mit geringerer Wahrscheinlichkeit in Raserei geraten. Die folgende Tabelle zeigt den Rasereibonus an, den ein Garou erhält, wenn er im Rang aufsteigt.
| Rang | Rasereibonus |
|---|---|
| 0 | - |
| 1 | - |
| 2 | - |
| 3 | Schwierigkeit für Raserei +1 |
| 4 | Schwierigkeit für Raserei +2 |
| 5 | Schwierigkeit für Raserei +2, für eine Raserei sind 5+ Erfolge nötig |
| 6 | Schwierigkeit für Raserei +2, für eine Raserei sind 6+ Erfolge nötig |
Ränge
Welpen
Welpen stehen ganz unten in der Rangordnung, und man behandelt sie kaum besser als Kinder. Sie sind sehr wissbegierig und stellen viele verwirrende Fragen.
Cliath
Hat ein Welpe seinen Ritus des Erwachsenwerdens durchlaufen, so wird er zum Cliath, einem jungen Garou, den seine Septe ständig für die unterschiedlichsten Aufgaben einsetzt. Manche bereisen die ganze Welt, um mehr über die Gesellschaft der Garou zu erfahren.
Pflegling
Wenn Cliaths sich mehr Achtung verdient haben, steigen sie schließlich zu Pfleglingen auf. Diese sind erfahren genug, um als respektierte Gesandte zwischen Septen agieren zu können. In diesem Lebensabschnitt könnte ein ganzes Rudel sich eines Zeitraums der Pflegschaft in einem weit entfernten und fremdartig wirkenden Caern unterziehen.
Adren
Adren sind höhergestellt als Pfleglinge und übernehmen oft die weniger wichtigen politischen Aufgaben innerhalb einer Septe. In dieser Zeit beschränkt ein Adrenrudel seine Reisen meist auf eine Handvoll Caerns. Im Laufe der Zeit entwickeln sich politische Rivalitäten.
Athros
Athros stehen im Rang über allen anderen. Normalerweise sind sie in die heikelsten und wichtigsten Abenteuer verwickelt, die der Stamm erlebt. Die Boten der Stillen Wanderer sind dafür bekannt, Weltreisen zu unternehmen, um für entscheidende Abenteuer das richtige Athrorudel herbeizurufen.
Älteste
Nur die ehrwürdigsten und höchstrangigen Garou bezeichnet man als Älteste. Selbst wenn ein Ältester aktuell nicht als Septenführer oder in einer anderen ehrwürdigen Position innerhalb eines Stammes agiert, behandelt man einen Werwolf mit ausreichendem Ruf immer noch mit größtmöglichen Respekt.