Mehrfache Handlungen

Manchmal will ein Spieler seinen Charakter mehr als einmal pro Runde handeln lassen, etwa indem er leise einen Baum erklettert oder einem Angriff ausweicht und zugleich mit den Klauen nach dem Bauch seines Gegners schlägt. In solchen Situationen darf der Spieler für alle Handlungen würfeln, aber mit Abzügen.

Der Spieler sagt zuerst an, wie oft sein Charakter in dieser Runde handeln wird und sieht nach, welche seiner Handlungen den kleinsten Würfelvorrat hat. Diese Anzahl von Würfeln darf er dann nach Belieben auf alle Handlungen verteilen, wobei auf jede Handlung mindestens ein Würfel entfallen muss.

Beispiel: Oliver will, dass sein Charakter, Fangeisengeist, dem Typen, der ihn bedroht, die Vorderzähne einschlägt, während er seine unübersehbare körperliche Überlegenheit nutzt, um die Schläger zu seiner Linken und Rechten zu Tode zu ängstigen. Der Glaswandler-Philodox hat Geschick 2, Handgemenge 3, Charisma 4 und Einschüchtern 3. Der Faustschlag ins Gesicht hat einen Würfelvorrat von fünf Würfeln, der Einschüchterungsversuch von sieben. Fünf Würfel sind der kleinere Würfelvorrat, und Oliver schlägt mit drei davon nach dem Kerl und schüchtert mit den beiden restlichen dessen Freunde ein.

Manche Kombinationen von Handlungen entspringen der schieren Verzweiflung und haben vielleicht neben dem aufgeteilten Würfelvorrat auch noch höhere Schwierigkeiten (s. u.) Die meisten Menschen könnten keinen komplexen Computervirus schreiben, während sie einem Kugelhagel ausweichen. Der Erzähler kann manche aufgeteilten Würfelvorräte schlicht untersagen– besonders, wenn die beiden Handlungen sehr unterschiedlich lang dauern.

Kommt Zorn ins Spiel, sieht die Sache ganz anders aus, da er einem Garou mehrere Handlungen pro Runde verleihen kann, ohne dass er einen Würfelvorrat aufteilen muss. Diese zusätzlichen Handlungen kann man nicht weiter aufteilen.