Wyrmraserei

Sklaven des Wyrm

Der Zorn eines Werwolfs ist nicht nur Gaias übernatürliche Wut, weil sie in den Netzen der wahnsinnigen Weberin festhängt. Er ist auch ein Einfalltor für den Wyrm, um die Kontrolle über den Garou an sich zu reißen, wenn dieser durchdreht.

Wenn ein Spieler bei einem Zornwurf sechs oder mehr Erfolge erzielt, verfällt der Charakter in Berserkerraserei, und selbst der Einsatz von Willenskraft wird ihn nicht daraus befreien können. Man sagt dann, der Charakter sei ein Sklave des Wyrms. Er greift nicht nur alles an, was er sieht, wobei der Erzähler die Ziele bestimmt, diese Leibeigenschaft beinhaltet noch viel beängstigendere Aspekte.

Jede Garoubrut hat eine Affinität zu einem der Köpfe des Triadenwyrms, und es ist diese Facette, die während der schlimmsten Raserei zutage tritt.

Menschling

Der Seelenfresser sieht die Menschen schon lange als seine Lieblingskinder an, und diese Zuwendung gilt auch für Menschlinge. Dieser Wyrm treibt seine Lakaien zu Kannibalismus gegenüber Menschen, Wölfen oder gar anderen Garou. Ein Werwolf, der zu seinem Sklaven wird und einen Gegner (Freund oder Feind) tötet oder kampfunfähig schlägt, muss Geistesschärfe würfeln (Schwierigkeit 7). Patzt der Spieler, so muss der Garou eine Runde innehalten und seinen toten Gegner verspeisen.

Metis

Der Schänderwyrm hat eine besondere Vorliebe für die Garou, die sich nicht fortpflanzen können. Er treibt Metis zu manchmal unaussprechlichen Taten der sexuellen Perversion an gefallenen Feinden, ohne dabei besonders auf deren Geschlecht zu achten. Wenn ein Werwolf, der zum Sklaven des Schänderwyrms geworden ist, einen Feind kampfunfähig macht, muss sein Spieler Geistesschärfe gegen 7 würfeln. Patzt der Spieler, so hört der Garou eine Runde auf, zu kämpfen, und befriedigt seine unheiligen Triebe an seinem hilflosen Opfer.

Lupus

Die Kriegsbestie beansprucht die wilden Lupus-Garou für sich. Sie zwingt sie, gefallene Gegner, ob Freund oder Feind, zu zerfleischen und nicht von ihnen abzulassen, bis ihre Körper zerfetzt sind. Der Garou verliert die Fähigkeit zur Gnade; er will nur noch zerstören. Wenn ein von der Kriegsbestie versklavter Lupus einen Feind tötet oder kampfunfähig macht, muss ein Spieler Geistesschärfe würfeln (Schwierigkeit 7). Patzt der Spieler, so muss der Lupus weiter angreifen, bis er seinen Gegner in Einzelteile zerlegt hat.

Alle Werwölfe fürchten sich davor, zum Sklaven des Wyrms zu werden. Normale Raserei ist zwar nicht gerade ruhmreich, gilt aber als Verteidigungsmechanismus gegen Schmerzen, eine brutale, aber unverdorbene Überlebensstrategie. Eine Wyrmraserei ist nichts dergleichen. Sie bringt die innere Nähe der Garou zum Wyrm ans Licht, die zu sehen viele Garou völlig unvorbereitet sind. Viele Werwölfe beenden nach einer solchen Raserei gar ihr Leben, weil sie nicht in der Lage sind, mit ihren Taten zu leben.